– McLaren hat mit dem MCL-HY LMDh bereits eine 30-Stunden-Dauertest-Simulation absolviert und bereitet sich damit auf den Einstieg in die Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in der kommenden Saison vor.
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Der britische Hersteller gibt bekannt, dass der neue LMDh-Hybrid-Prototyp, der gemeinsam mit Dallara Automobili entwickelt wurde, im Juli auf der spanischen Rennstrecke MotorLand Aragon mehr als 30 Stunden im Einsatz war. Der Test diente dazu, die Distanz des 24-Stunden-Rennens von Le Mans zu simulieren, dem Höhepunkt jeder WEC-Saison.
Diese Simulation fand weniger als drei Monate nach dem ersten Funktionstest (Shakedown) des MCL-HY Anfang Mai im italienischen Varano statt und war nach Imola und Magny-Cours erst der dritte umfassende Test des Fahrzeugs. Die Testfahrten des McLaren-Hypercars wurden in der vergangenen Woche mit drei weiteren Tagen in Silverstone fortgesetzt.
Homologation bereits weit vorangeschritten
James Barclay, Geschäftsführer von McLaren Endurance Racing und Teamchef des gemeinsam mit United Autosports geführten WEC-Einsatzes, erklärt, dass es während des Tests auf der 5,34 Kilometer langen Strecke in Aragon keine schwerwiegenden Probleme gab.
“Es gab Dinge, für die wir angehalten haben, um sie zu überprüfen, aber wir standen nie für drei Stunden in der Garage”, sagt Barclay. “Wir haben den Test wie ein Rennen absolviert: Wenn wir anhalten wollten, um etwas zu prüfen, weil wir keinen Schaden riskieren wollten, haben wir einen kurzen Stopp eingelegt, kontrolliert und sind weitergefahren.”
Barclay wollte die genaue Kilometerzahl des einzelnen McLaren LMDh während des Tests nicht verraten, da die Organisation “nicht zu viel preisgeben” wolle. Er gab jedoch bekannt, dass das Auto bereits vor Aragon die typische Distanz eines regulären 6-Stunden-Rennens der WEC absolviert hat.
“Dass wir so früh in unserem Testprogramm bereits unsere ersten 30 Stunden absolvieren konnten, ist wirklich positiv und bringt uns viele wertvolle Erkenntnisse”, fügt er hinzu. Weitere Dauertests sind geplant, detaillierte Angaben zum kommenden Testplan macht Barclay jedoch nicht.
Er betont, wie wichtig ein früher Dauertest war, “um zu sehen, ob es grundlegende Dinge gibt, die wir anpassen müssen”. Barclay hebt hervor, dass der MCL-HY von einem komplett neuen Dreiliter-V6-Twin-Turbo angetrieben wird, der in Zusammenarbeit mit AutoTecnica Motori in Italien entwickelt wurde. Einige Konkurrenten hingegen starteten mit Verbrennungsmotoren, die aus bestehenden Triebwerken weiterentwickelt wurden.
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Testen auch zum Teambuilding
Der Test in Aragon war laut Barclay auch für den Teambildungsprozess wichtig: “Wir haben Personal von United Autosports, aus der Formel E und der Formel 1, das zusammenwachsen muss. Am Ende des Tests war der Zusammenhalt in der Gruppe fantastisch. Wir sind erst bei unserem fünften Test, aber als Gruppe wirkt es, als ob wir schon viel länger zusammenarbeiten.”
Zudem verrät Barclay, dass sich die Aerodynamik des Autos bis zur Homologation am Ende der Saison wahrscheinlich nicht mehr wesentlich verändern wird: “Visuell wird es keine großen Änderungen gegenüber dem geben, was man jetzt sieht.”
Bislang absolvierten Mikkel Jensen und Laurens Vanthoor, die ersten beiden für das nächste Jahr bestätigten Fahrer, sowie Gregoire Saucy und Richard Verschoor aus dem McLaren-Nachwuchsprogramm und United-Veteran Ben Hanley die Testarbeit.
Fotostrecke: Debüt des McLaren MCL-HY in Goodwood mit Lando Norris

Barclay gibt bekannt, dass McLaren “weitere Fahrer unter Vertrag genommen hat” – dem Vernehmen nach zwei -, diese aber aus Respekt vor deren bestehenden Verträgen noch nicht unmittelbar bekannt geben wird.
“Wir haben eine Kerngruppe von Fahrern, auf die wir uns sehr freuen. Aber wir wollten einige Cockpits noch etwas länger offen halten, solange wir die Gelegenheit für eine umfassendere Bewertung hatten”, erläutert er. “Wir müssen diese Entscheidung nicht übereilen.”
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Der Entscheidungsprozess umfasst auch die Frage, ob das Team McLaren United Autosports bei den 6-Stunden-Rennen der WEC nur zwei Fahrer pro Auto einsetzt oder wie in Le Mans sowie bei den geplanten Zehn-Stunden-Rennen in Katar und Bahrain drei Piloten aufbieten wird: “Es gibt Vor- und Nachteile, und wir entwickeln dazu gerade eine genaue Vorstellung”, sagt er.
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