NASCAR-Expansion: Warum der Boss ein Cup-Rennen nach Europa bringen will

NASCAR-Expansion: Warum der Boss ein Cup-Rennen nach Europa bringen will

– In den vergangenen Jahren ist die NASCAR aktiv an neue Orte gereist – mit Rennen von Mexiko-Stadt bis hin zu den Straßenkurs-Debüts im Herzen von Chicago. Das Herzstück einer NASCAR-Saison wird zwar immer auf den traditionsreichen Klassiker-Strecken schlagen, doch durch die jährliche Aufnahme neuer Austragungsorte in den Rennkalender gelingt es dem Sport, neue Fans zu erreichen und seinen Fußabdruck weiter zu vergrößern.

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Titel-Bild zur News: NASCAR-Start in Atlanta

NASCAR-CEO Steve O’Donnell klingt jedenfalls keineswegs so, als wolle er die Reisepläne der Cup-Serie in absehbarer Zeit drosseln – ganz im Gegenteil: Offenbar hat er bereits einen neuen, riesigen Meilenstein im Kopf: Europa.

Bei seinem Auftritt als Gast im Podcast Racin’ With The Boys nahm O’Donnell kein Blatt vor den Mund, als er auf einen möglichen Ausbau der NASCAR-Präsenz in Europa angesprochen wurde.

NASCAR-Euro-Serie als Wegbereiter?

“Wir haben die NASCAR-Euro-Serie. Ziemlich klein”, erklärte O’Donnell. “Wir fahren in Brands Hatch und dort sind 50.000 Zuschauer vor Ort. Das ist verrückt. Und das gesamte Rennwochenende dreht sich um dieses typische Americana-Gefühl. Man kommt dorthin und denkt sich nur: ‘Was passiert hier eigentlich?‘ Da gibt es Typen mit Football-Helmen, Cheerleader – sie feiern einfach alles, was mit den USA zu tun hat.”

NASCAR Euro Series

Die NASCAR-Euro-Serie feierte 2009 ihr Debüt und fährt seit 2012 offiziell unter dem NASCAR-Banner. Große Namen wie Jacques Villeneuve, Bobby Labonte und Max Verstappens Onkel zweiten Grades Anthony Kumpen, der einen eigenen Rennstall in der Serie betreibt, sind bereits in der Meisterschaft gefahren.

Im Jahr 2026 trägt die Serie sechs Rennwochenenden aus. Vor der Sommerpause wurde in Valencia, Le Castellet und Brands Hatch gefahren, ab August stehen noch Läufe in Most, Vallelunga und Zolder auf dem Programm.

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NASCAR will über den Atlantik

O’Donnell verwies auch auf den Erfolg der NASCAR, als man 2023 ein Auto nach Le Mans brachte, sowie auf das riesige Interesse, das dieses Projekt hervorrief – und er ist überzeugt, dass da noch viel mehr Potenzial schlummert.

“Ich glaube, der nächste Schritt für uns ist es, einfach ein Rennen mitten in Europa zu platzieren und zu sagen: ‘So fahren wir Rennen. Das ist es, was NASCAR-Racing ausmacht.‘ Und ich glaube, die Fans werden es lieben. Sie werden erkennen, dass es hier mehr Tür-an-Tür-Kämpfe gibt, mehr Kontakt und mehr Persönlichkeit.”

“Wir sind nicht die Formel 1. Das ist ein ganz anderes Gefühl, ein anderer Vibe, und sie haben ihre eigene Nische”, stellte O’Donnell klar. “Die Formel 1 ist diese Edelmarke. Für mich stehen wir für den normalen Fan auf der Tribüne. Lasst uns einfach rausgehen und Spaß haben!”

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Die NASCAR über den Ozean zu bringen, wäre zwar ein gigantisches Unterfangen, aber die Formel 1 beweist Woche für Woche, dass ein globaler Rennkalender funktioniert – unmöglich ist es also keineswegs. Und da die Formel 1 ihre Position in den USA mit Rennen in Miami und Las Vegas neben Austin zuletzt massiv ausgebaut hat, ist es für die NASCAR vielleicht an der Zeit, ihre Show nach Übersee zu verlegen und Flagge zu zeigen.

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