"Mulmiges Gefühl": Carrie Schreiner spricht über tödlichen Nürburgring-Unfall

"Mulmiges Gefühl": Carrie Schreiner spricht über tödlichen Nürburgring-Unfall

– Der tödliche Unfall von Juha Miettinen bei den diesjährigen 24h-Qualifiers auf dem Nürburgring hat für große Bestürzung gesorgt – und viele Piloten noch einmal zum Nachdenken gebracht. Auch Carrie Schreiner hat nun eingeräumt, dass der tragische Zwischenfall nicht ganz spurlos an ihr vorübergegangen ist.

Read more What Flavio Briatore planned with Donald Trump and Bernie Ecclestone

Titel-Bild zur News: Carrie Schreiner ist schon viele Rennen auf der Nordschleife gefahren

Die 27-Jährige war bei dem vierstündigen Rennen auf der Nordschleife am 18. April 2026 ebenfalls am Start. “Als die rote Flagge kam, war ich quasi in der Schlange dahinter und du hast sofort gemerkt, da ist etwas Schlimmes passiert”, erinnert sich Schreiner im aktuellen Formel-1-Podcast Starting Grid.

“Man hält mitten auf der Strecke an, was auf der Nordschleife normal nie passiert”, erzählt die Porsche-Pilotin weiter. Hinzu kamen mehrere Krankenwagen. “Das war schon ein sehr mulmiges Gefühl und man hat schon Vermutungen, aber am Ende ist es dann die traurige Gewissheit.”

Schreiner: “Dann bist du geliefert, das ist einfach Pech”

Die dramatischen Ereignisse haben Schreiner nachhaltig zum Nachdenken gebracht. “Es hätte auch einen selbst erwischen können und nicht, weil man irgendwas falsch gemacht hat, sondern einfach, weil da Öl lag”, betont die Deutsche und stellt zugleich klar, dass Unglückspilot Miettinen keinerlei Schuld an dem Unfall trifft.

Juha Miettinen in seinem BMW 325i #703 von Keeevin Sports and Racing

Der 66-jährige Finne sei schlicht “zur falschen Zeit am falschen Ort” gewesen, erklärt Schreiner sichtlich emotional. “Und wie gesagt, im Prinzip war ich ja nur ein paar Autos dahinter. Das macht einem nochmal bewusst, wie verletzlich das eigene Leben eigentlich ist und letztendlich, dass es doch gefährlich ist, vor allem die Nordschleife.”

Wenn sich Flüssigkeiten auf der Strecke befinden, sind die Fahrer in den meisten Fällen nahezu machtlos. “Dann bist du geliefert, das ist einfach Pech”, sagt die erfahrene Nordschleifen-Pilotin deutlich. “Es war sehr bitter, aber am Ende verdrängt man das halt.”

Read more Mercedes: Is this the right update strategy?

“Man darf sich nicht zu viele Gedanken machen”

Dass das zweite Rennen der 24h-Qualifiers am nächsten Tag trotz der tragischen Ereignisse stattfand, war “im Prinzip auch das Beste, was man machen kann”, meint Schreiner, “weil je länger man es hinauszögert, desto schlimmer wird es wahrscheinlich, wenn man viel zu viel Zeit hat, darüber nachzudenken.”

“Aber es macht einem nochmal bewusst, dass es doch sehr gefährlich ist”, gibt die 27-Jährige zu, doch “wenn man sich zu viele Gedanken macht, dann tut man sich auch keinen Gefallen. Es ist nicht der ungefährlichste Sport, aber am Ende des Tages ist es so viel sicherer als früher.”

Schreiner ist überzeugt, dass sie vor 20 oder 30 Jahren “wahrscheinlich keinen Motorsport betrieben hätte, weil das ganz andere Zeiten waren. Die Autos waren so gefährlich, die haben direkt angefangen zu brennen, die Unfälle sind meistens tödlich ausgegangen, das kann man nicht mehr mit heute vergleichen.”

Meistgelesen
  • Formel 1F1-Technik 2026: Erste Innovationen bereits von der FIA verboten
  • MotoGPNur Platz sieben: Warum Marquez in Silverstone nicht schneller war
  • IndyCarIndyCar Portland 2026: Bestes Non-Oval-Resultat für Mick Schumacher
  • DTMGrasser bestätigt Ex-DTM-Rennsieger als Ersatz: Testet Paul demnächst?

“Die Autos sind wirklich sicher geworden”, zeigt sich Schreiner dankbar für die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte. Gleichzeitig hat der tödliche Unfall von Miettinen erneut vor Augen geführt, dass sich ein gewisses Restrisiko auch im modernen Motorsport niemals vollständig ausschließen lässt. “Man darf sich da einfach nicht zu viele Gedanken machen.”

Read more Mattia Binotto denies Audi rumors about Carlos Sainz and Oscar Piastri

Translated from

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *