Valentino Rossi: Doch kein Permit-Einsatz in der NLS 2026 mehr

Valentino Rossi: Doch kein Permit-Einsatz in der NLS 2026 mehr

– Eigentlich liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Am vergangenen Montag hätte eigentlich die Teilnahme von Valentino Rossi am NLS-“Double-Header” zur Erlangung des DMSB-Permit-Nordschleife (DPN) A auf einem BMW M2 Racing verkündet werden sollen. Die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) traf bereits Vorbereitungen auf die Ankunft des Superstars.

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Titel-Bild zur News: Die Fans werden Valentino Rossi in diesem Jahr doch nicht auf der Nordschleife erleben

Doch dann blieb es still. Das Unterfangen liegt nun erstmal auf Eis. Rossi wird weder beim “Double-Header” noch beim NLS-Finale im Oktober auf der Nordschleife fahren. “Valentinos nächstes Rennen wird das Rennen zur GT-World-Challenge (GTWC) Europe in Zandvoort sein”, sagt WRT-Teamchef Vincent Vosse gegenüber Motorsport-Total.com. Der Belgier nennt terminliche Gründe bei Rossi.

Auch BMW M Motorsport schließt sich in einem Statement gegenüber Motorsport-Total.com an: “Valentino Rossi wird in diesem Jahr kein Permit für die Nürburgring-Nordschleife machen. Es ist richtig, dass es dazu Gespräche gab, aber letztlich ließ es Valentinos Terminplan nicht zu, den Permit-Prozess durchzuführen.”

Am Wochenende des NLS-Double-Headers findet das MotoGP-Rennen in Misano statt. Die MotoGP-Legende ist mit einem eigenen Team in der Königsklasse vertreten und bei seinem Heimrennen natürlich noch immer ein gern gesehener Gast.

“Die 24 Stunden vom Nürburgring standen schon immer auf Vales Agenda, weil er dieses Rennen liebt. Aber das bedeutet nicht, dass es passieren wird. Er wird es tun, wenn es in seinen Kalender passt.” Einen plötzlichen Sinneswandel habe es nicht gegeben. “Es ist ein bisschen knifflig. Man muss sich die Termine ansehen und in den Kalender packen.”

“Wir sprechen derzeit noch mit Vale, was sein Programm im kommenden Jahr sein wird. Aber das ist alles noch in Arbeit. Eines kann ich versprechen: Ihr werdet Vale kommendes Jahr so viel sehen wie dieses Jahr.”

Vosse dementiert Unstimmigkeiten mit SRO

Dennoch mutet es seltsam an, dass die Absage scheinbar so kurzfristig kam. Dass der aktuelle Machtkampf am Nürburgring damit zusammenhängt, ist schwer vorstellbar, da es Rossi ziemlich egal sein dürfte, ob er seine Vorbereitungen in der NLS oder der neuen Rennserie des ADAC Nordrhein machen wird, sollte dieser seine Pläne weiter durchziehen.

Entschieden weisen Vosse und BMW Gerüchte aus dem GTWC-Fahrerlager zurück, wonach es Unstimmigkeiten zwischen WRT und der SRO Motorsports Group gäbe, die die Nordschleifen-Pläne auf Eis gelegt hätten. Zur Erinnerung: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zählt zur Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC) und gehört damit zum SRO-Universum, obschon die Organisation des Rennens ganz beim ADAC Nordrhein liegt.

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Vosse hatte Ende Juli im Interview mit Motorsport.com Italien, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, klargestellt, dass er alles andere als einverstanden mit der Einstufung seiner BMW M4 GT3 Evo bei den 12 Stunden von Bathurst und den 24 Stunden von Spa gewesen sei. Auch das Schwesterteam Rowe Racing beklagte sich über die Einstufung bei den 24 Stunden vom Nürburgring.

BMW war also in allen drei IGTC-Läufen bisher chancenlos. Seit dem Wechsel des Turboladers haben die BMW M4 GT3 Evo fast überall an Konkurrenzfähigkeit eingebüßt, die Einstufung des Boliden fiel den meisten Veranstaltern nach der Änderung bisher schwer. Die Siege bei den beiden GTWC-Sprintrennen in Misano können fehlende Erfolge bei den großen Rennen nicht kompensieren, sagte Vosse im Juli-Interview.

Mittlerweile haben sich die Wogen aber geglättet, versichert der ehemalige Rennfahrer: “Ich hatte nie Probleme mit der SRO. Ich habe lediglich meine Meinung zu ein paar Dingen geäußert. Aber wenn jemand gute Beziehungen zur SRO hat, dann gehören wir dazu. Unsere Beziehung zur SRO war nie schlecht. Ich würde sagen, sie ist richtig gut.”

Hospitality-Probleme am Ring

Zu allem Überfluss gab es dann ausgerechnet am Nürburgring beim GTWC-Endurance-Rennen auch noch Ärger, als WRT seine Hospitality für Samstag und Sonntag aufgrund behördlicher Anordnungen schließen musste, nachdem sie schon zwei Tage in Betrieb gewesen war. Das Team konnte noch in eine Lounge ausweichen.

Auch das steht laut Vosse aber nicht in Zusammenhang mit Rossis Nicht-Teilnahme: “Wir haben die Hospitality schon in der Vergangenheit am Nürburgring verwendet. Sie baten uns, eine Modifikation vorzunehmen, was wir auch gemacht haben. Letztlich hat lediglich ein Stempel gefehlt und die Leute, die ihn uns hätten geben können, waren nicht zu erreichen.”

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Somit hängt ein Start Rossis beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2027 weiter in der Luft. Es wäre für ihn auch 2027 noch problemlos möglich, das Permit zu machen. Das ist jedoch zeitlich sehr sportlich, da er mit Sicherheit auch noch Vorbereitungsrennen auf dem BMW M4 GT3 Evo bestreiten möchte.

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