Porsche präsentiert 911 Challenge als neues Einstiegsmodell in den Rennsport

Porsche präsentiert 911 Challenge als neues Einstiegsmodell in den Rennsport

– Porsche macht die 911er-Reihe komplett: Zwei Monate, nachdem die Sportwagenschmiede mit dem 911 GT4 R bereits das neue GT4-Modell auf Basis des Neunelfers präsentiert hat, folgt nun der neue 911 Challenge. Er beerbt den ursprünglichen Cayman GT4 Clubsport und übernimmt künftig die Rolle des neuen Einstiegsmodells.

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Titel-Bild zur News: Porsche hat den neuen 911 Challenge als Einstiegsmodell präsentiert

Der preisgünstigste Rennwagen von Porsche ist stärker an das Serienfahrzeug angelehnt und richtet sich gleichermaßen an Neulinge und Routiniers. Sein Hauptbetätigungsfeld sind Markenpokalserien wie die Porsche Challenges und Trophies. Zudem wird der Bolide ab 2027 auch in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) an den Start gehen.

Anders als der Cup-Rennwagen setzt der Challenge auf große Teile der seriennahen Technik aus dem aktuellen 911 GT3. Dazu gehören neben der Aerodynamik vor allem das Siebengang-PDK-Getriebe mit Schaltwippen, das originale Lenkrad aus dem GT3 RS mit erweiterten, rennsportspezifischen Funktionen und sogar eine Klimaanlage.

“Der 911 Challenge überträgt das Fahrerlebnis des straßenzugelassenen 911 GT3 so direkt wie nie zuvor in den Kundensport”, meint Michael Dreiser, Leiter Vertrieb Porsche Motorsport. “Fahrer finden sich ohne lange Eingewöhnungszeit zurecht und können ihre ersten Rennstreckenkilometer auf einem vertrauten Fahrzeugkonzept absolvieren.”

Sechszylinder-Boxermotor liefert bis zu 515 PS

Auch bei den Fahrhilfen setzt Porsche auf einen unkomplizierten Einstieg: ABS, Traktionskontrolle und das elektronische Stabilitätsprogramm ESC lassen sich ebenso einstellen wie die verschiedenen Fahrdynamiksysteme. Dazu gehört auch Porsche Torque Vectoring Plus, kurz PTV+, um die Antriebskraft bestmöglich zu verteilen.

Der neue Porsche 911 Challenge (2027) in der Heckansicht

Der hochdrehende Sechszylinder-Boxermotor mit 4,0 Liter Hubraum stammt weitgehend aus dem Serien-GT3, erreicht im Challenge aber eine Höchstleistung von 515 PS bei 8500 Umdrehungen pro Minute. Die maximale Drehzahl liegt bei 9000 Umdrehungen pro Minute.

Der modifizierte Endschalldämpfer verfügt auch in der Rennversion über einen Katalysator, kommt aber ohne Partikelfilter aus. Beim Fahrwerk greifen die Entwickler auf zahlreiche Rennsportkomponenten zurück, unter anderem aus dem 911 Cup. Die Stoßdämpfer arbeiten mit einer motorsportspezifischen Abstimmung, während sich der Querstabilisator aus der Serie in drei Stufen anpassen lässt.

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Die profillosen Rennslicks werden auf 18-Zoll-Felgen montiert und über die serienmäßige Fünf-Loch-Anbindung befestigt. Damit orientiert sich der Challenge am erst kürzlich präsentierten 911 GT4 R. Auch die Rennbremsanlage mit Stahlbremsscheiben und 380 Millimetern Durchmesser an Vorder- und Hinterachse entspricht der Technik des GT4 R.

Das Cockpit des neuen Porsche 911 Challenge (2027)

Eine Drei-Stempel-Lufthebeanlage gehört zum Auslieferungsumfang und ermöglicht das schnelle Anheben des Fahrzeugs an der Rennstrecke. Im Heckbereich wurde eine FIA-zertifizierte Regenleuchte ergänzt, während sich der Frontdeckel über integrierte Schnellverschlüsse öffnen lässt. Der Heckflügel kann mechanisch in vier unterschiedlichen Anstellwinkeln justiert werden.

Porsche 911 Challenge kostet über 200.000 Euro

Im Innenraum wird der Unterschied zur straßentauglichen Version noch deutlicher, denn sämtliche Dämm-Materialien, Teppiche und Verkleidungen fehlen. Stattdessen sorgt ein eingeschweißter Überrollkäfig für zusätzliche Steifigkeit und schützt den Fahrer bei einem Unfall.

Zur weiteren Sicherheitsausstattung gehören beispielsweise ein 110 Liter großer FT3-Tank, ein einstellbarer Rennschalensitz mit Sechspunktgurt und ein Feuerlöschsystem. Der Challenge ist als Wettbewerbsauto ohne Straßenzulassung konzipiert und geht bei der konsequenten Auslegung für die Rennstrecke keine Kompromisse ein.

“Die GT3-Modelle prägen seit ihrer Einführung das Selbstverständnis von Porsche als Sportwagenhersteller wie kaum eine andere Fahrzeugfamilie. Sie werden im Schulterschluss mit dem Motorsport gedacht und entwickelt”, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport.

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“Mit dem 911 Challenge wird diese Tradition um ein Modell erweitert, das die Faszination des Motorsports in einem 911 für neue Kundengruppen erlebbar macht.” Porsche bietet das neue Rennfahrzeug ab sofort zum Preis von 208.800 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an.

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