– Jubel bei Comtoyou Racing aus Belgien: Die Neueinsteiger im ADAC GT Masters haben den zweiten Lauf auf dem Nürburgring gewonnen. Jamie Day und Baudouin Detout zeigten im Aston Martin Vantage GT3 Evo eine souveräne Vorstellung und kamen mit 3,806 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Für die britische Automarke ist es der erste Sieg seit 2012 in der Serie.
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Rang 2 sicherten sich wie am Vortag Niklas Kalus und Kiano Blum (Haupt) im Ford Mustang GT3 vor den Gaststartern Enrico Förderer und Jay Mo Härtling (SR Motorsport) mit dem Mercedes-AMG GT3.
“Ich freue mich so sehr für das Team und danke ihnen und Aston Martin für diesen Sieg. Das Auto war wirklich super”, strahlt Detout über seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. “Die letzten Runden waren die längsten meines Lebens. Ich habe nur versucht, nicht zu viel Druck zu machen und die Emotionen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.”
Teamkollege Day jubelt ebenfalls über seinen ersten Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC: “Ich bin extrem glücklich. Das Team hat von Saisonbeginn an so hart gearbeitet und das hat sich in den Ergebnissen leider nicht immer widergespiegelt. Heute Poleposition und Sieg einzufahren – besser hätte es nicht laufen können.”
Bei rund 30 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Day von der Poleposition aus sofort in Führung und baute seinen Vorsprung konstant aus. Comtoyou entschied sich für einen späten Boxenstopp und kam erst kurz vor Ende des Fensters zum Fahrerwechsel. Detout schloss nahtlos an die Leistungen seines Teamkollegen an und hielt den Vorsprung auf Platz 2 konstant.
Hinter dem Aston Martin Vantage GT3 Evo wirkte der Ford von Blum/Kalus nach einem guten Start wie der sichere Zweitplatzierte, bis er immer mehr mit den Reifen zu kämpfen hatte. Förderer im Mercedes und Leo Pichler (Razoon) im Porsche schoben sich immer näher an den Ford heran, verstrickten sich allerdings in einen Zweikampf um die dritte Position, was Kalus letztlich die nötige Luft gab, um Rang 2 ins Ziel zu bringen.
“Ich bin sehr glücklich über den Ausgang des Rennens und das Wochenende generell”, freut sich Blum. “Startplatz 2 ist hier nicht unbedingt ein Vorteil, aber es ist mir gelungen, die Position am Start zu halten. Dass wir den Aston Martin heute nicht holen können, war uns recht schnell klar. Deshalb habe ich versucht, die Reifen zu managen und sie Niklas so gut wie möglich zu übergeben. Am Ende wurde es nochmal richtig knapp, aber zum Glück hat es für uns gereicht.”
Blum und Kalus feierten mit ihren beiden Podiumsplatzierungen auch den Sieg in der Road-to-DTM-Wertung auf dem Nürburgring und schoben sich auf Rang 3 der Gesamtwertung nach vorne.
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Dahinter war die Freude bei den Gaststartern von SR Motorsport über den dritten Rang riesig. Besonders Förderer, der am Nürburgring sein Debüt im GT3-Auto bestritten hatte, freut sich über das Podium an seinem ersten ADAC GT Masters-Wochenende: “Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das mir direkt das Podium gelungen ist. Das Team hat super Arbeit geleistet, denn das Auto fühlte sich sehr gut an und ich habe mich sehr wohlgefühlt”, freut sich der amtierende ADAC GT4 Germany-Champion.
“Mein Ziel war sogar, noch einen Platz nach vorne zu kommen, dadurch wurde es nach hinten eng. Der Porsche hat ordentlich gedrückt, aber ich konnte die Position zum Glück halten.”
Pichler/Alexander Tauscher (Razoon) wurden Vierte. Auf der fünften Position kamen Tim Zimmermann und Leyton Fourie (FK Performance) im BMW M4 GT3 Evo ins Ziel. Sie reisen mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Felix Hirsiger und Finn Zulauf (Engstler) aus der Eifel ab. Die Tabellenführer erlebten ein schwieriges Rennen in ihrem Lamborghini und kamen nicht über Platz 9 hinaus.
Sensationelle Sechste und Sieger in der Pro-AM-Wertung wurden Gerhard Tweraser und Gottfried Grasser (GRT Grasser). Durch den reglementbedingt kürzeren Stopp der Pro-AM-Mannschaft kam Grasser als Vierter zurück auf die Strecke. Zwei Konkurrenten musste der DTM-Teamchef passieren lassen, hielt aber für den Rest des Rennens die Position gegen den herannahenden Ford Mustang GT3 von Max Reis und Emil Gjerdrum (Haupt).
Rang 8 ging an Storm Gjerdrum und Fabio Rauer (FK Performance) in einem weiteren BMW. Hinter dem Lamborghini der Tabellenführer komplettierten Robin Rogalski und Simon Connor Primm (HGL) im Audi die Top 10.
Das ADAC GT Masters verabschiedet sich nun in eine knapp achtwöchige Sommerpause. Vom 4. bis 6. September geht es schließlich mit der vorletzten Saisonrunde auf dem Salzburgring weiter. Es wird das zweite Gastspiel vor den Toren der Mozartstadt, und die Vorfreude auf die 4,255 Kilometer lange Strecke ist groß.
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