Winward-"Mamba” holt GTWC-Endurance-Titel für Mercedes-AMG

Winward-"Mamba” holt GTWC-Endurance-Titel für Mercedes-AMG

– Zum ersten Mal gewinnt die “Mamba” den prestigeträchtigsten SRO-Pokal, den es zu gewinnen gibt: Lucas Auer, Maro Engel und Luca Stolz gewannen auf ihrem Winward-Mercedes mit einem vierten Platz beim 3-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring den Endurance-Cup der GT-World-Challenge (GTWC) Europe.

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Titel-Bild zur News: GTWC-Endurance-Titel 2026 für die

Obwohl nominell noch die gesamte GTWC Europe, bestehend aus Sprint- und Endurance-Cup, übergeordnet ist, gilt die Endurance-Trophäe als derjenige Pokal, den jeder im SRO-Universum gewinnen will.

Dem Winward-Trio reichte beim vorletzten Rennen der Saison auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings ein vierter Platz. Zwar gewannen ihre ärgsten Verfolger Nicki Thiim, Marco Sörensen und Mattia Drudi auf dem Comtoyou-Aston-Martin #7 das Rennen mit einem Start-Ziel-Sieg, doch Engel/Stolz/Auer brachten einen riesigen Vorsprung von 41 Punkten mit.

Mit dem vierten Platz schrumpfte das Polster auf das Aston-Martin-Trio auf 27 Punkte, doch beim Finale in Portimao am 17. Oktober sind nur noch 26 Punkte inklusive des Bonuspunkts für die Poleposition zu vergeben. Für Engel und Stolz ist es der zweite GTWC-Endurance-Titel nach 2018 mit Black Falcon, für Auer die erste Meisterschaft.

Diese haben sie sich über konstante Leistungen in der Saison erkämpft. Bei den 1.000 Kilometern von Le Castellet, den 3 Stunden von Monza und den 24 Stunden von Spa wurden sie jeweils Zweite, zudem lagen sie bei den weiteren Punktevergaben in Spa nach sechs und zwölf Stunden auf den Plätzen drei und vier. Nun folgte ein weiterer vierter Platz – eine herausragende Konstanz in einer Meisterschaft mit rund 20 siegfähigen Autos.

“Mamba” macht Platz um Platz gut

Nachdem Winward den Titel 2025 nur um einen Punkt gegen Rutronik Racing verpasst hatte, damals noch mit Matteo Cairoli an der Stelle von Luca Stolz, gab sich die Mannschaft diesmal keine Blöße. Zwar war die “Mamba” am Nürburgring nicht aus eigener Kraft siegfähig und nicht einmal bester AMG, doch sie sammelte ausreichend Plätze auf, die die Gegner ihr hinwarfen.

Zunächst verabschiedete sich der drittplatzierte Lionspeed-Porsche #80 (Feller/Preining/Buus; 15.) aus dem Reigen der Siegkandidaten, als sie großes Pech beim ersten Boxenstopp hatten. Die Sieger der 24 Stunden von Spa versuchten einen Undercut gegen den führenden Aston Martin, doch kaum war der Porsche aus der Boxengasse raus, wurde Full Course Yellow geschaltet und alle anderen konnten unter Gelb stoppen.

Der nächste Kandidat war der lange zweitplatzierte GetSpeed-Mercedes #17 (Götz/Martin/Schiller; 5.), der in Monza den Massencrash ausgelöst hatte. Hier sprang beim letzten Stopp das Auto nicht sofort an und es ging zurück hinter die “Mamba”, die damit Sechster war.

An der Spitze versuchten zwei Fahrzeuge richtig clever zu agieren: Der Rowe-BMW #98 (Farfus/Dennis/Marciello; 38.) und der Boutsen-VDS-Porsche #2 (Schuring/Boccolacci/Picariello; 12.) stoppten in der letzten Safety-Car-Phase, hatten aber noch 72 Minuten bis zur Zielflagge. Ein Stint darf im GTWC-Endurance-Cup inklusive Gelbphase maximal 69 Minuten dauern.

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Rowe Racing absolvierte den Boxenstopp, der Boutsen-VDS-Porsche blieb an der Spitze und nahm lieber die 20-Sekunden-Zeitstrafe in Kauf. Tatsächlich lohnte sich das deutlich gegenüber dem Zusatzstopp. Dorian Boccolacci bewies in der letzten Runde Sportsgeist, als er den siegreichen Aston Martin vorbeiließ, damit dieser die Zielflagge auch wirklich als Erster entgegennehmen konnte.

Den Titel für die “Mamba” dingfest machte letztlich eine Strafe gegen den zweitplatzierten Garage-59-McLaren #59 (Loake/MacDonald/Kirchhöfer; 10.) für ein Vergehen unter FCY. Die 10-Sekunden-Strafe spülte Schlussfahrer Lucas Auer auf den vierten Platz nach vorn.

Der ist auch ein dickes Trostpflaster für eine gerade erst vor dem Wochenende ausgesprochene Disqualifikation der “Mamba” beim GTWC-Sprint-Cup-Rennen in Misano aufgrund eines nicht regelkonformen Radlagers. Hier ging der Laufsieg aus demselben Grund wie bei Mirko Bortolotti in der DTM in Oschersleben verloren, aber auch hier läuft noch eine Berufung. Es ist der fünfte GTWC-Endurance-Fahrertitel für Mercedes-AMG nach 2013, 2018, 2022 und 2023.

Weiterer Titel im Silver Cup

Im Silver Cup wurde ein weiterer Titel vorzeitig entschieden: Ignacio Montenegro, Matisse Lismot und Amaury Cordeel holten im WRT-BMW #30 den zweiten Platz und P14 im Gesamtklassement. Damit ist das Trio vor dem Finale ebenfalls nicht mehr einzuholen.

Der Sieg im Gold Cup war eine spannende Angelegenheit zwischen dem Attempto-Audi #99 (Pereira/Frassineti/Aka; 7.) und dem Boutsen-VDS-Porsche #10 (Menzel/Knutsson/Magnus; 8.). Die Führung wechselte hier mehrfach hin und her, bis sich Dylan Pereira im letzten Stint gegen Gilles Magnus durchsetzte. Der Luxemburger fuhr erneut ein Parallel-Engagement mit den 24 Stunden von Zolder, schied dort aber frühzeitig mit technischen Problemen aus.

Eine kuriose Situation ergibt sich im Bronze-Cup: Weil Dustin Blattner diesmal nicht auf dem Kessel-Ferrari #74 (Patrese/Marschall/Dressler) antreten konnte, ist nach dem dritten Platz Dennis Marschall nun alleiniger Führender im Bronze Cup. Da er jedoch über ein Platin-Ranking verfügt, kann er den Bronze-Titel nicht gewinnen. Der Ferrari erhielt eine Durchfahrtsstrafe, weil Constantin Dressler beim Start eine Kollision verursacht hatte

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